Ich weiß, Gleichberechtigung und die Verbreitung von Girl-Power ist gerade in aller Munde – deshalb sind einige auch genervt von diesen Themen. Mir egal! Es sind großartige und sehr wichtige Themen – und wir können gar nicht genug darüber reden. Denn eines muss uns allen klar sein: Gemeinsam sind wir wirklich stärker!

Besonders in letzter Zeit wird viel darüber gesprochen, dass wir Mädels den Jungs und Männer unterstellt sind, dass wir in einem Job weniger Geld verdienen oder häufiger mit Diskriminierung konfrontiert sind und uns viel zu oft sexistische Bemerkungen anhören müssen. Meiner Erfahrung nach stimmt das alles auch.
Trotzdem sind es natürlich nicht nur – und sowieso längst nicht alle – Jungs und Männer. Es ist auch unsere Gesellschaft im Allgemeinen und leider auch wir Mädels selbst!
Denn, sei mal ehrlich, hast du es nicht auch schon oft erlebt, dass wir Mädels untereinander nicht fair spielen?! Dass wir uns, statt uns gegenseitig zu unterstützen, nur Steine in den Weg legen?!
Oft spielt Neid dabei eine große Rolle. Also die Unfähigkeit, einer anderen zu gönnen, was man selber gerne hätte. Als Folge wird zum Beispiel gelästert und gemobbt.

Vielleicht kennst du ja selber solche Situationen, egal, ob als „Täter“ oder „Opfer“. Ich auf jeden Fall kenne sie zur Genüge, von beiden Seiten. Auch ich habe einem anderen Mädel schon etwas missgönnt und mich deshalb schlecht verhalten. Nicht aus Bosheit, sondern einfach, weil ich meine Gefühle nicht richtig einsortieren konnte und auch nicht wusste, was für Auswirkungen negative Gedanken und Handlungen haben. Kurz gesagt: Ich habe einfach nicht darüber nachgedacht.
Das ist vielleicht nicht schön, aber menschlich. Ich glaube, viele von uns haben schon ähnlich empfunden. Es geht auch nicht darum, sich deshalb ewig schlecht zu fühlen, sondern vielmehr darum, zu lernen, es anders zu machen. Das Gute: Das können wir wirklich lernen!
Einfach, in dem wir uns ganz bewusst damit auseinander setzen. Wenn ich heute zum Beispiel negative Gefühle einer Person gegenüber habe und sie vielleicht sogar so richtig unsympathisch finde, dann nehme ich das nicht mehr einfach so hin, sondern mache mir Gedanken darüber, warum das so ist.

Girl-Power: Gemeinsam sind wir stärker!

Dabei muss ich oft feststellen, dass diese Anti-Gefühle gar nichts mit der anderen Person zu tun haben, sondern mit mir selbst. Zum Beispiel kann es sein, dass dieser Jemand eine Eigenschaft besitzt, die ich gerne hätten. Sagen wir mal, ein Mädel ist super selbstbewusst und es so scheint, als wäre sie mit sich selbst total im Reinen, dann kann es sein, dass ich diese Eigenschaft als Arroganz empfinde. Aber mal ehrlich: Das liegt nur daran, dass mich ihre Art verunsichert, weil ich dieses Gefühl von Selbstbewusstsein und Selbstliebe einfach nicht kenne.
Wenn ich erkannt habe, dass ich dieses Mädel eigentlich nur beneide, dann kann ich diesen Neid in Bewunderung umwandeln. Dann kann ich es toll finden, wie es ihr gelingt, mit sich selbst klar zu kommen. Und: Ich kann von ihr lernen!

Aber – und das muss auch mal gesagt werden – manche Menschen sind mir tatsächlich einfach deshalb unsympathisch, weil sie unsympathisch sind. Das ist auch okay. Allerdings: Während ich früher diesen Menschen Zeit und Raum in meinem Leben und meinen Gedanken eingeräumt habe, gebe ich mich heute einfach nicht mehr mit ihnen ab. Stattdessen schaue ich, was und wer mir gut tut und halte mich von allem anderen fern. Das funktioniert sehr gut.

Noch viel wichtiger: Ich konzentriere mich ich auf die Menschen, die ich mag – mit allem, was ich habe. Mit meinen Gefühlen, meinen Gedanken und meiner Zeit. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker, ist es mir sehr wichtig, die Personen, die eine Rolle in meinem Leben spielen, in ihrem Leben, ihren Träumen und Plänen zu unterstützen, wenn ich irgendwie kann. Dafür braucht es noch nicht einmal aufwendige Aktionen, viel Geld oder sonst etwas, kleine Gesten können schon reichen.
Zum Beispiel habe ich mir angewöhnt, meinen Freunden immer zu sagen, wie begeistert ich von ihnen bin. Komplimente sind etwas Wunderschönes – und sie werden viel zu selten gemacht. Deshalb verteile ich sie so gut es geht! Egal, ob ich es meinen Freundinnen ins Gesicht sage oder zum Beispiel eine Karte mit ein paar lieben Worten schicke. Hauptsache sie wissen, wie toll ich sie finde!

Danke, für die Girl-Power in meinem Leben

Danke zu sagen gehört auch zu meiner inneren Einstellung. Viel zu oft passiert es, dass wir unser Leben und die großartigen Menschen darin als selbstverständlich nehmen. Das ist ganz normal – aber nicht gut. Denn lass dir gesagt sein: Rein gar nichts ist selbstverständlich! Nicht dein Freund, der dich liebt und wunderbar findet, nicht deine Eltern, die dich unterstützen, nicht deine Freundinnen, die für dich da sind – nix!
Also freu dich über jedes bisschen Glück und bedankt dich bei den Verursachern – das gilt im Übrigen auch, wenn du dich selbst glücklich machst. Es tut unheimlich gut, sich auch mal bei sich selbst zu bedanken!

Also Mädels, jetzt, wo es darum geht, uns allen Gleichberechtigung zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass wir gut behandelt werden, sollten wir bei uns selbst anfangen. Glaubt an Girl-Power, unterstützt andere Mädels, ihre Ideen und Wünsche – und unterstützt euch selbst!

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Im Sinne der Girl-Power: Du bist großartig!