Ab und zu einen Joint zu rauchen, kann doch nicht schaden, oder? Tja, so richtig scheint niemand diese Frage beantworten zu können. Es gibt immer wieder Studien darüber, ob Kiffen gefährlich ist, aber die Ergebnisse weichen voneinander ab und es gibt ebenso viele Befürworter wie Gegner.

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Viele Experten glauben, dass Marihuana ungefährlich ist und sogar bei Schmerzen und Krankheiten helfen kann. Deshalb wird Gras, wie man Marihuana umgangssprachlich nennt, in einigen Ländern tatsächlich als Medikament an Patienten verschrieben, die zum Beispiel an einer Krebserkrankung leiden.
Andere wiederum sind überzeugt davon, dass Kiffen sogar sehr gefährlich ist. Dass es abhängig macht und eine Einstiegsdroge ist. Das bedeutet, dass viele erst „nur“ kiffen und dadurch an andere, chemische Drogen wie Kokain herangeführt werden.

 Meiner Meinung nach ist Kiffen vor allem eines: unterschätzt! Oft wird es als total harmlos verkauft und viele denken, es sei überhaupt nicht schlimm, wenn man gerne Joints raucht. Ich sehe das anders: Ich finde es gefährlich, naja, wenigstens nicht ungefährlich. Ich weiß das, weil ich selbst in meiner Jugend mehr als nur ein paar Joints geraucht habe. Ein paar Jahre lang war es für mich normal, regelmäßig und täglich zu kiffen. Ich habe vor der Schule gekifft, in den Pausen und danach noch viel mehr.
Ich könnte dir natürlich jetzt sagen, dass es total ätzend und nur schlimm war, aber das wäre gelogen. Tatsächlich war es am Anfang sogar ziemlich witzig – aber noch bevor es mir richtig klar geworden ist, war es nicht mehr lustig. Stattdessen hat mich das Kiffen müde gemacht, faul und auch ziemlich emotionslos. Mir war halt einfach alles egal. Auch hier muss ich zugeben, dass sich das manchmal sehr gut anfühlte, aber genau das ist das Problem! Ich glaube, dass viele nur deshalb kiffen, weil sie sich eine Pause vom Alltag gönnen möchten, ihre Sorgen vergessen und ihre seelischen Schmerzen betäuben wollen – und das ist weder eine gute, noch eine gesunde Idee!
Meine Erfahrungen mit Marihuana waren intensiv und nicht ohne, denn wenn ich ausnahmsweise mal nicht vom Kiffen benebelt war, war ich voll überfordert vom Leben und kam überhaupt nicht mehr klar.

Was ist Marihuana?

Aber gehen wir mal einen Schritt zurück und klären erst einmal, was Marihuana überhaupt genau ist. Gras ist im Grunde das Krautprodukt der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis). Was man raucht ist eine Mischung aus den getrockneten Blüten und den unbefruchteten weiblichen Blütenständen. Haschisch ist im Übrigen etwas anderes als Gras. Denn Haschisch ist zwar ein Cannabisprodukt, besteht aber aus dem gepressten Harz der Pflanzenteile.
Marihuana wird meistens geraucht. Es wird zusammen mit Tabak in einer Art Zigarette zusammengerollt. Das Ganze nennt man dann Joint oder auch Blunts (je nach dem verwendeten Drehpapier und der Menge an Marihuana). Wenn man Bong raucht, nimmt man das Gras durch eine Wasserpfeife zu sich. Marihuana kann außerdem gegessen oder getrunken werden, in dem man es in Plätzchen einbackt oder einen Tee daraus kocht.

Und was sorgt für die berauschende Wirkung? Der im Gras enthaltene Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol). Der THC-Gehalt im Marihuana kann stark variieren, wirkt aber immer berauschend, beziehungsweise beruhigend. Die Wirkung tritt innerhalb von wenigen Minuten auf, nach einer halben Stunde erreicht die Cannabis-Wirkung ihren Höhepunkt.

In den meisten Ländern gelten Marihuana und andere Cannabis-Produkte als illegal. In einigen ist es für medizinische Zwecke zulässig und in einigen wenigen, wie in Uruguay, ist Marihuana vollständig legalisiert. Bei uns nicht. Deshalb ist Kiffen, ob gefährlich oder nicht, illegal! Trotzdem gibt es alleine in Deutschland zwischen drei und vier Millionen Menschen in Deutschland, die Marihuana rauchen. Sie verqualmen bis zu 400 Tonnen Gras im Jahr und sie geben insgesamt 2,4 Milliarden Euro fürs Kiffen aus. Eine ganze Menge!

Natürlich müsste ich dir jetzt raten, niemals zu kiffen, aber damit tu ich mich schwer. Generell bin ich kein Fan davon, anderen zu sagen, was sie tun und lassen sollen. Erfahrungen muss man in der Regel selber machen. Aber ich kann dir aufzeigen, was für Auswirkungen Marihuana-Konsum auf dich und dein Leben haben kann:

Ist Kiffen gefährlich?

Kiffen macht süchtig
Studien belegen, dass Cannabis beim täglichen Konsum zu einer körperlichen Abhängigkeit führen kann. Einer von sechs Jugendlichen entwickeln entsprechende Symptome wie Schwitzen, Schlafstörungen und zittrige Hände.

Kiffen macht unaufmerksam
Wer beim Autofahren unter dem Einfluss der Droge steht, kann sich nicht mehr gut auf den Straßenverkehr konzentrieren. Deshalb steigt die Gefahr, Unfälle zu bauen enorm.

Kiffen macht dumm
Nicht langfristig, keine Sorge, aber in berauschtem Zustand werden die Sinne verlangsamt und man leidet unter einer verzerrten Wahrnehmung. Dadurch entstehen Schwierigkeiten beim Denken und beim Lösen von Problemen.

Kiffen macht krank
Das Rauchen von Gras kann zu Bronchitis und zu anderen Erkrankungen der Atemwege führen. Außerdem kann der Cannabis-Konsum das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, steigen.

Kiffen ist schlecht für die Psyche
Offenbar kann Marihuana psychische Störungen hervorrufen. Wer viel kifft, soll eher an Schizophrenie, sozialen Störungen, Depressionen und anderen Psychosen erkranken.
Wer regelmäßig kifft, entwickelt anscheinend sogar häufiger Suizidgedanken.

So, das war erst einmal alles, was ich dir übers Kiffen sagen kann. Ich möchte dir nur eines mit auf den Weg geben: Unterschätze das Ganze bitte nicht und pass auf dich und deinen Marihuana-Konsum auf.

Was denkst du: Sollte Marihuana legalisiert werden oder nicht? Verrate es hier im Kommentarbereich. Wenn du meinen Newsletter abonnierst, verpasst du nie wieder einen Artikel und erhältst außerdem das Passwort für unseren Mädels Club.

Egal, ob du schon mal einen Joint geraucht hast, es planst oder nichts damit anfangen kannst: Du bist großartig!