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Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik – ich muss zugeben: Die sogenannten MINT-Fächer haben mir in der Schule immer große Schwierigkeiten bereitet. Im meinem Abschlusszeugnis hatte ich eine -5 in Mathe – das sagt ja wohl alles. Allerdings fand ich es immer schade, dass ich nicht so recht einen Zugang zu mathematischen oder technischen Themen gefunden habe, denn vieles davon ist echt super interessant! Wusstest du zum Beispiel, dass das Entwickeln einer künstlichen Intelligenz für Computer ein MINT-Beruf ist? Oder dass MINT-Mädels zu Polarexpeditionen fahren oder im Bereich der Raumfahrt arbeiten?

Zum Glück sind nicht alle solche Zahlen-Verweigerer wie ich. Viele Mädels (und natürlich auch Jungs) haben nicht nur Spaß an den MINT-Fächern, sie sind auch richtig gut darin. Kein Wunder, dass sich deshalb immer mehr für einen entsprechenden Beruf oder Studiengang interessieren.
Als ich für Mädelsschnack nach Organisationen und Methoden gesucht habe, die dazu da sind, Mädels in ihrer Berufswahl zu unterstützen und zu fördern, bin ich auf das CyberMentor-Programm gestoßen. Ein tolles Projekt!

Das Angebot von CyberMentor richtet sich an Schülerinnen von der 5. bis zur 13. Klasse, die sich für naturwissenschaftliche und technische Themen interessieren und vielleicht sogar überlegen, später einmal im Bereich der Ingenieurwissenschaften, IT oder Biologie, Chemie und ähnlichem zu arbeiten.
Diese Schülerinnen können bei CyberMentor an einem Mentoring-Programm teilnehmen. Dabei bekommen sie für ein Jahr (oder länger) online eine Mentorin zur Seite gestellt, die entweder ein MINT-Fach studiert oder bereits in einem entsprechenden Beruf arbeitet.
Für jedes Mädels wird je nach eigenen Interessen eine passende Mentorin ausgewählt. Diese Mentorin steht für alle Fragen rund um ihren Beruf, ihr Studium und Interessen zur Verfügung. Die Schülerin kann ihr per Mail oder im Chat Fragen stellen und sich über die Themen austauschen, die sie interessant findet. Das Mentoring nimmt ungefähr eine halbe Stunde bis Stunde die Woche ein. Natürlich kann man noch mehr Zeit in das CyberMentor-Angebot investieren, in dem man sich online mit anderen Teilnehmerinnen austauscht oder an Projekten teilnimmt und zum Beispiel Kristalle züchtet.

Ich habe mit Clara über das CyberMentor-Programm gesprochen. Sie ist seit fünf Jahren Teil der Community und verrät dir, wie ihr das Mentoring weitergeholfen hat:

CyberMentor: Unterstützung für alle MINT-Mädels!

 

Clara, wann hast du mit dem Cyber-Mentor-Programm gestartet?
Das ist schon ganz schön lange her. Ich habe in der siebten Klasse bei CyberMentor begonnen, momentan bin ich in der fünften Runde dabei.

Klingt, als wäre es für dich auch noch nicht zu Ende?
Genau. Man nimmt immer für ein Jahr mit einer Mentorin teil, kann aber dann mit der gleichen oder einer anderen Mentorin verlängern.

Wie bist du auf das Cyber-Mentor-Programm gekommen?
Ich habe mich immer sehr für Naturwissenschaften interessiert. So bin ich übers Internet irgendwann auf die Seite gestoßen.

Hattest du zu Beginn eine Ahnung, was du beruflich machen möchtest?
Nein. Ich fand alles interessant, insbesondere die Forschung, hatte aber eigentlich keine Ahnung, wie der Arbeitsalltag in der Forschung aussieht.

Wie konnte dir das Mentoring weiterhelfen?
Zu Beginn war das Mentoring für mich eine Chance, meine Begeisterung für Naturwissenschaften auszuleben und zu festigen. Dabei ging es gar nicht so sehr um Berufsorientierung, das spielt mit 12 Jahren keine so große Rolle.
In der zweiten Runde habe ich zusammen unter Betreuung meiner Mentorin eine Jugend-forscht-Arbeit im Bereich Astronomie gemacht. Dabei habe ich viel programmiert, um Satellitendaten auszuwerten und in dem Rahmen meine Mentorin auch mal an ihrem Arbeitsplatz besucht.
Mittlerweile geht es im Mentoring mehr um das Studium und den Berufsalltag. Ich habe mich noch nicht endgültig für einen Studiengang entschieden. Allerdings habe ich durch die Plattform auf jeden Fall einen besseren Einblick in verschiedene Fächer bekommen und weiß auch, dass die Naturwissenschaften prinzipiell schon mein Ding sind.

Wer war dein Mentor?
Meine erste Mentorin hatte Biotechnologie studiert und war während des Mentorings gerade auf Jobsuche. Die zweite hat im Bereich Astronomie promoviert und konnte mich deswegen super bei der Jugend-forscht-Arbeit betreuen.
Meine derzeitige Mentorin, die jetzt mittlerweile in der dritten Runde meine Mentorin ist, hat Pflanzenwissenschaften studiert und promoviert mittlerweile auch. Wir haben uns viel mit dem Thema Umweltverschmutzung und Mikroplastik, auch im Bezug auf Pflanzen, beschäftigt. Aber wir reden auch über allgemeinere Themen wie Studium und Beruf.

Du hast noch nicht mit einem Studium gestartet, richtig?
Genau, ich mache gerade Abitur. Aber ich weiß inzwischen ziemlich sicher, dass ich ein naturwissenschaftliches Studium beginnen möchte und zwar besonders gerne eines, das mit dem Thema Umweltschutz und Klimawandel zu tun hat, also zum Beispiel im Bereich Biologie oder Geophysik.

Wärst du ohne CyberMentor auf deine Berufswahl gekommen?
Ich denke, dass CyberMentor sehr bei der Berufswahl helfen kann, weil man zu vielen verschiedenen Mentorinnen Kontakt aufnehmen kann und so zum Beispiel von persönlichen Erfahrungen über den Wunschstudiengang erfährt.

Würdest du anderen Mädels das Programm empfehlen?
Ja, auf jeden Fall. Für mich persönlich war eigentlich immer klar, dass mich Naturwissenschaften total interessieren und ich habe mich auch sonst außerhalb der Schule viel damit beschäftigt.
Ich kann aber vor allem auch Mädchen, die nicht in allen MINT-Fächern total gute Noten haben oder nicht so sicher sind, ob Naturwissenschaften ihr Ding sind, empfehlen, am Programm teilzunehmen. Der zeitliche Aufwand ist gering, da durch das Online-Mentoring ja keinerlei Fahrtkosten entstehen. Das Programm ist eine tolle Chance, sich in den MINT-Fächern auszuprobieren, egal wie gut man ist oder wie weit fortgeschritten man mit seiner Studienwahl ist. Wer offen und neugierig auf MINT(und ein Mädchen 🙂 ) ist, sollte sich auf jeden Fall anmelden.

 

Ich finde, das alles klingt ziemlich cool!
Obwohl das CyberMentor-Programm viele Schülerinnen von Gymnasien unterstützt, ist es keine Bedingung, dass ein Abitur als Abschluss angestrebt wird. Viel wichtiger ist es, dass die Mädels Spaß an den MINT-Fächern haben und daran, sich mit anderen Mädels und Frauen über diese Themen auszutauschen.
Das Beste: Das CyberMentor-Programm kostet die Schülerinnen keinen Cent. Das Angebot wird nämlich von Firmen und Verbänden finanziert.

Wenn du dich für das CyberMentor-Programm interessierst, schau doch mal auf der Webseite vorbei, informiere dich und schreibe einfach eine Mail an die Verantwortlichen. Dann könnt ihr gemeinsam und ganz individuell entscheiden, wie dich das CyberMentor-Angebot am besten unterstützen kann.

Interessierst du dich für die MINT-Fächer? Was ist dein liebstes Schulfach? Verrate es doch direkt hier im Kommentarbereich. Wenn du meinen Newsletter abonnierst, verpasst du nie wieder einen neuen Artikel.

Ich kann zwar nicht gut rechnen, aber ich weiß trotzdem: In der Summe bist du mehr als großartig!