Hattest du schon einmal Streit mit der besten Freundin? Wenn ja, dann weißt du, dass es sich ziemlich furchtbar anfühlt! Wenn ich mich mit meiner besten Freundin streite, dann hab ich immer einen riesengroßen Knoten im Bauch. Außerdem fahren meine Gedanken Karussell und ich gehe unser Streitgespräch und ein mögliches Versöhnungsgespräch ungefähr hundertmillionenmal durch.

Ganz klar: Die beste Freundin ist Familie. Sie ist quasi wie eine Schwester. Eine, der du ganz besonders nahe stehst. Du kannst mit ihr über alles reden, ihr könnt gemeinsam lachen, schweigen, Schönes und Furchtbares erleben.
Doch hin und wieder ist nicht alles wunderbar und toll – hin und wieder gibt es Streit mit der besten Freundin.

Wenn ich darüber nachdenke, muss ich zugegeben, dass mir ein Streit mit der besten Freundin mehr zusetzt, als mit meinem Freund. Vielleicht liegt das daran, dass kleine Streitigkeiten in einer Beziehung häufiger auftauchen als in einer Freundschaft. Woran das liegt? Keine Ahnung. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, könnte es daran liegen, dass ich mit meinen Freundinnen viel geduldiger bin als mit meinem Freund. Ich bin echt toleranter, wenn es um schräge Verhaltensweisen meiner Mädels geht. Ziemlich unfair, aber das ist ein anderes Thema.
Ich glaube, dass mir ein Streit mit der besten Freundin vor allem deshalb so zusetzt, weil er mich erschreckt. Das ist unbekanntes Terrain und macht mir Angst. Was ist, wenn dieser eine Streit unsere jahrelange Freundschaft beendet?
Solche Gedanken kreisen dann in meinem Kopf herum. Dabei ist es völlig normal, sich auch in einer Freundschaft zu zoffen. Und viele Gründe dafür gibt es auch.

Gründe für einen Streit mit der besten Freundin

Hohe Erwartungen zum Beispiel. Die beste Freundin ist uns besonders wichtig und liegt ganz nah an unserem Herzen – und können uns deshalb auch (leicht) verletzen. Ganz nach dem Motto: Wie kann es sein, dass jemand, der mich so gut kennt, etwas tut, was mich verletzt? Ich kann es dir sagen: Weil dieser Jemand auch nur ein Mensch ist und Fehler macht!
Oft gibt es Streit mit der besten Freundin, wenn Veränderungen anstehen. Wenn eine von euch zum Beispiel umzieht, die Schule wechselt, neue Leute kennenlernt oder plötzlich einen Freund hat. Neue Umstände können sogar eine alte Freundschaft ganz schön ins Wanken bringen. Ich weiß, dass es schwer ist, das auszuhalten, aber es ist ganz normal. Ich musste auch lernen, dass manche Freundschaften Veränderungen nicht überstehen. Aber das ist okay. Es tut weh, aber es bringt uns auch weiter im Leben und öffnet uns zum Beispiel für neue Freundschaften.
Ich gebe es nicht gerne zu, aber auch Neid kann ein großer Konfliktpunkt sein. Manchmal fühlt es sich einfach nicht gut an, wenn anderen etwas gelingt was uns nicht gelingt. Oder wenn die beste Freundin glücklich mit ihrem neuen Freund ist, während wir im Liebeskummer ertrinken. Es ist zwar nicht immer leicht, aber glaub mir, es fühlt sich so viel besser an, einer Freundin etwas zu gönnen und sich für sie zu freuen, anstatt sie zu beneiden…

Das sind nur einige Beispiele, warum es zum Streit mit der besten Freundin kommen kann. Aber ganz egal, aus welchem Grund ihr euch zofft – es ist okay! Ja, es fühlt sich nicht toll an, aber es ist wirklich okay. Mehr noch: Ein Streit kann eure Freundschaft stärker machen und euch einander näher bringen. Allerdings ist es dafür sehr wichtig, dass ihr miteinander redet. Dass ihr über das, was euch verletzt hat, sprecht. Über eure Gefühle, Gedanken und über die Gründe eures Streits.
Dann habt ihr die besten Chancen auf eine Versöhnung und könnt auch weiterhin eine wunderbare Zeit miteinander verbringen.

Hattest du schon einmal Streit mit der besten Freundin? Vielleicht magst du verraten, wie ihr euch wieder vertragen habt? Dann schreibe es doch direkt hier in den Kommentarbereich. Wenn du meinen Newsletter abonnierst, erhältst du das Passwort für unseren Mädels Club und kannst ab sofort eigene Artikel veröffentlichen.

 

Glaub mir, auch wenn du gerade Streit mit der besten Freundin hast: Sie findet dich großartig – genauso wie ich!