Werbung

Kannst du dich schon auf die Sommerferien freuen oder quält dich die Angst vor dem Zeugnis?

Ein paar von euch halten es bereits in den Händen, die anderen warten noch darauf: die Zeugnisse. Es beendet das diesjährige Schuljahr, läutet die Sommerferien ein und entscheidet darüber, ob du nächstes Jahr eine Klasse höher weitermachst oder das Schuljahr wiederholen musst. .

Diese paar Blätter, auf denen deine Noten stehen, haben also ganz schön viel Einfluss auf dich und dein Leben. Kein Wunder, dass es vielen davor graut, ihr Zeugnis überreicht zu bekommen. Diese Bewertung der eigenen Fähigkeiten kann ziemlich hart sein. Ich weiß das nur zu gut.

Obwohl ich eine Waldorfschule besucht habe, also eine Schule, auf der man viele Jahre lang nur ein schriftlich ausgeführtes Zeugnis und keine Noten bekommt, wurden ich und meine Fähigkeit nicht immer positiv bewertet. Mein Verhalten wurde oft kritisiert, ich würde zu viel reden, zu wenig zuhören (keine Ahnung, was die Lehrer damit meinten) und vor allem in Mathe habe ich total versagt. Von der ersten Klasse an! Ich konnte lernen, so viel ich wollte, es wurde nicht besser. Meinen Abschluss habe ich mit einer -5 in Mathe gemacht. Kaum zu glauben, aber auf diese -5 bin ich stolz, es ist immerhin keine 6.

Viele Schüler haben nicht nur Angst vor schlechten Noten, sie haben vor allem Angst vor der anschließenden Auseinandersetzung mit ihren Eltern. Denn sind wir mal ehrlich: Eltern können echt streng sein und manchmal sind ihre Anforderungen an uns so hoch, dass sich der Druck nur schwer aushalten lässt.
Um dir trotz allem die Angst vor dem Zeugnis ein bisschen zu nehmen, habe ich ein paar Tipps zusammengefasst, die dir helfen können:

Diese Tipps helfen gegen deine Angst vor dem Zeugnis

 

Sprich mit deinen Eltern
Ich weiß, es ist überhaupt nicht cool, seinen Eltern eine schlechte Nachricht in Form von schlechten Noten zu überbringen – aber es nützt nichts! Schiebe das Unvermeidliche also nicht vor dir her und rede offen und ehrlich mit deinen Eltern über das Zeugnis. Je eher du dich der Situation gestellt hast, umso schneller kannst du dich auf die Sommerferien konzentrieren.

Sei ehrlich zu dir selbst
Auch wenn du total unzufrieden mit deinem Zeugnis bist: Schau es dir in Ruhe an, überlege, welche Noten du nachvollziehen kannst und welche dich überraschen. Dann kannst du dich durchdacht auf eine Lösung konzentrieren, damit die Noten im nächsten Jahr besser ausfallen.

Schon klar, manche Lehrer sind echt richtig ätzend. Ich glaube dennoch, dass sie dich ehrlich und fair benoten – das ist immerhin ihr Job und ihre wichtigste Aufgabe. Wenn du trotzdem das Gefühl hast, dass ein Lehrer seine persönliche Meinung über dich in die Note einfließen ließ, dann such das Gespräch mit ihm. Wenn du ihm deine Befürchtung mitteilst, dann kann er darauf reagieren und seine Beurteilung erklären.

Strafen helfen nicht
Apropos Lösung: Hausarrest, gestrichenes Taschengeld und Netflix-Verbot sind keine guten Lösungen. Wie sollen solche Strafen gegen schlechte Noten helfen? Wenn deine Eltern dir solche Maßnahmen androhen, dann rede mit ihnen und bitte sie, dir zu helfen anstatt dich zu bestrafen.
Mach ihnen außerdem klar, dass es besonders diese Art anstehender Strafen ist, die deine Angst vor dem Zeugnis verstärkt und dich zusätzlich massiv unter Druck setzt.

Schlechte Noten sind kein Weltuntergang

Sehe das Positive
Klar, schlechte Noten sind echt ungeil. Besonders, wenn deine Versetzung gefährdet ist. Die Angst, von deinen Klassenkameraden getrennt zu werden, vielleicht sogar die Schule wechseln zu müssen, kann ziemlich groß sein. Versuche dennoch, es auch als Chance zu sehen. Natürlich wirst du deine Freunde vermissen, aber erstens kannst du sie auch neben der Schule noch sehen und zweitens findest du in deiner neuen Klasse oder auf deiner neuen Schule ganz sicher auch neue Freunde!

Ich habe die Schule zwischen der 12. und 13. gewechselt. In meiner alten Klasse waren offenbar nur Mathe-Genies – denn es wurde kein Mathe-Grundkurs im Abschluss angeboten, zumindest nicht mit den Fächern, die ich sonst noch belegen wollte. Deshalb habe ich in den Sommerferien ganz spontan gewechselt. Man, ich hatte echt Schiss! Aber am Ende war es toll. Ich habe ein paar sehr liebe Menschen kennengelernt und einer von ihnen ist auch heute noch einer meiner engsten Freunde.

Erstelle einen Schlachtplan
Wenn du mit deinem diesjährigen Zeugnis nicht zufrieden bist, dann finde heraus, wie du es verbessern kannst. Schau dir an, in welchen Fächern du schlechte Noten hast und wie sie zustande gekommen sind. Dann überlege dir, wie du sie verbessern kannst. Vielleicht brauchst du Nachhilfe, vielleicht auch nur einen guten Lehrplan für Zuhause. Tausch dich mit deinen Eltern aus, sie sind bestimmt gerne bereit, dir zu helfen.

 

Auch wenn es sich für dich vielleicht nicht so anfühlt, aber ein schlechtes Zeugnis ist kein Weltuntergang! Nicht jeder von uns kann in allem gut oder sogar perfekt sein – ich bin nur in wenigem gut und in rein gar nichts perfekt – aber das ist nicht schlimm. Im Gegenteil: Es stellt uns vor Herausforderung und gibt uns Raum, um zu lernen.

Wenn deine Angst vor dem Zeugnis dich quält, du nicht weißt, wie du mit deiner Familie darüber sprechen sollst oder einfach keine Ahnung hast, wie du deine Situation in der Schule verbessern kannst, dann kannst du dich an die „Nummer gegen Kummer“ wenden. Dort erreichst du Menschen, die dir zuhören und die dir mit Rat zur Seite stehen.

Hast du Angst vor dem Zeugnis? In welchem Schulfach hast du die meisten Probleme und in welchem kommst du total gut zurecht? Verrate es hier im Kommentarbereich. Wenn du magst, abonniere meinen Newsletter, dann erhältst du das Passwort zu unserem Mädels Club.

Du, dein Zeugnis, deine Noten, selbst die schlechteste unter ihnen, ihr seid großartig!