Was hilft gegen Panikattacken – diese Frage hat mir vor einigen Jahren meine Therapeutin beantwortet. Kennst du das Gefühl ebenfalls, völlig aus dem Nichts von einer enormen, unerklärlichen Angst erfasst zu werden? Ein ziemlich beschissenes Gefühl! Weil ich schon häufiger Panik-Attacken erlebt habe, möchte ich heute darüber schreiben, was du tun kannst, um sie irgendwie zu überstehen.

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Auf die Frage „Was hilft gegen Panikattacken“ gibt es zwei verschiedene Antwortmöglichkeiten: Entweder, man konzentriert sich auf die längerfristige, vorbeugende Hilfe oder aber es geht um die akute Hilfe. Die, die greift, wenn du mitten in deiner Panikattacke steckst. Genau mit dieser Hilfe möchte ich mich heute beschäftigen.
Denn ich weiß nur zu gut, dass die Angst vor der Angst Panik-Attacken provozieren kann. Mir selbst hat es deshalb sehr geholfen, zu wissen, was ich tun kann, wenn die Panik mich plötzlich überfällt.
Also, was hilft gegen Panikattacken? Diese 5 Tipps beispielsweise:

Was hilft gegen Panikattacken?

 

Lenk dich ab
Einfacher gesagt als getan, ich weiß. Wenn eine Panikattacke anrollt, dann bringt sie meist irrationale Gedanke wie: „Ich sterbe“ oder „Jeder Mensch hasst mich“ oder „Ich schaffe das nicht“ begleitet. Um dir selbst bei solchen Gedanken zu helfen, musst du dich ablenken. Nimm beispielsweise einen Eiswürfel in die Hand, trink ein Glas Wasser auf ex aus oder lass ein Haargummi gegen dein Handgelenk schnalzen.

Geh an die frische Luft
Wenn dich die Panik in der Schule oder bei der Arbeit überfällt, drehe eine Runde um den Block. Die frische Luft und die Bewegung helfen dabei, deinen Kopf wieder frei zu kriegen.

Finde einen sicheren Ort
Sobald du das Gefühl hast, etwas könnte deine Angst triggern, suche dir einen Ort, an dem du dich sicher fühlst. Ganz egal, ob die Schultoilette, ein ruhiges Treppenhaus oder einen anderen Platz, an dem du für ein paar Minuten alleine sein und durchatmen kannst.

Konzentriere dich auf deine Umgebung
Panikattacken haben in der Regel keinen gerechtfertigten Grund. Damit meine ich, dass dein Nervensystem, deine Angst völlig überzogen auf eine bestimmte Situation reagieren. Natürlich hat diese Panik ihren Ursprung, aber wohl eher in deiner Vergangenheit oder in deinen Gedanken als im Hier und Jetzt. Deshalb konzentriere dich auf die Realität: Zähle fünf Dinge auf, die du siehst. Beispielsweise einen Stuhl, eine Lampe… Dann zähle fünf Dinge auf, die du hörst. Das Reden anderer Menschen, den Wind… Zuletzt zähle fünf Dinge auf, die du fühlst. Und zwar so richtig fühlst, also den Boden unter deinen Füßen, die kalte Luft in deinem Gesicht…

Atme durch
Was hilft gegen Panikattacken? Durchatmen! Wenn dich die Angst überfällt, hat das meist Auswirkungen auf deine Atmung – sie geht flach und schnell, was die Situation nicht besser macht. Versuche deshalb, deine Atmung zu kontrollieren. Atme ganz tief in deinen Bauch ein und langsam wieder aus. Wiederhole das Ganze, bis deine Atmung sich normalisiert hat.

Ich hoffe, diese Tipps können dir eine Hilfe sein, wenn dich die Panik das nächste Mal überfällt. Klar ist, dass langfristige Hilfe natürlich viel mehr bewirken kann. Es gibt wunderbare Therapeuten, die dir dabei helfen können, deine Angst zu verstehen und mit ihr umzugehen.

Was hilft gegen Panikattacken? Hast du darauf schon eine Antwort gefunden? Wenn ja, dann teile sie gerne im Kommentarbereich mit uns (gerne auch anonym). Dann noch schnell meinen Newsletter abonnieren, schon kannst du eigene Artikel im Mädels Club veröffentlichen.

Ich weiß, Panik ist alles andere als großartig – aber du bist es! Auch wenn dir deine Angst manchmal etwas anderes einreden möchte.