Cyber-Mobbing kennen wir vermutlich – und leider – alle, oder? Weil das Internet uns anonym Fotos und Beiträge von Freunden, Bekannten und Wildfremden kommentieren lässt, glauben viele, sich im Netz daneben benehmen zu können.

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Mobbing ist ein echtes Problem! In jeder Schulklasse gibt es gleich mehrere, die davon betroffen sind. Dabei kann auf die unterschiedlichsten Arten gemobbt werden. Verbal, körperlich oder über weniger offensichtliche Methoden. So werden einige Schüler von anderen, manchmal sogar von ganzen Gruppen ignoriert, gemieden und missachtet. Das ist furchtbar! Und ich würde mir sehr wünschen, dass die Mobber ihr eigenes Handeln hinterfragen und sich vielleicht einmal überlegen, wie sie sich in der Rolle ihres Opfers fühlen würden.

Ganz besonders gemein ist auch Cyber-Mobbing. Das Problem hier ist, dass die Menschen im Internet anonym sind und sich deshalb noch mehr trauen. Sie kennen keine Grenzen, denn zur Rechenschaft ziehen kann man sie nicht beziehungsweise nur schwer.
Aber ich glaube, es gibt ein weiteres Problem: Viele User unterschätzen, was für eine Wirkung ihre Kommentare und Reaktionen auf ein Foto oder Beitrag haben können. Beim Cyber-Mobbing bekommen die Täter nichts von ihren Opfern mit. Sie können die direkte Reaktion nicht sehen und wissen deshalb vielleicht manchmal gar nicht, wie verletzend ihre Worte wirklich sind. Doch während ein „Du bist hässlich“ oder „Keiner mag dich“ schnell in die Tastaturen getippt ist, bleiben die Verletzungen solcher Kommentare oft lange bestehen. Sie nagen am Selbstvertrauen und nehmen den Opfern die Freude daran, sich anderen mitzuteilen.

Cara Delevingne & Co. wehren sich gegen Cyber-Mobbing

 

Stars wie Model Cara Delevingne haben sich nun mit der Kosmetik-Marke RIMMEL zusammen getan, um in der Kampagne #Iwillnotbedeleted (deutsch: Ich werde nicht gelöscht) über Cyber-Mobbing aufzuklären. Und das ist dringend nötig, denn in jedem Jahr werden rund 150 Millionen Fotos wieder von den Social Media-Seiten gelöscht – weil Mobber unter den Bildern Negativ-Kommentare posteten.
Aus diesem Anlass RIMMEL gab eine Studie in zehn Ländern zum Thema Cyber-Mobbing in Auftrag. Das Ergebnis: jede vierte Frau im Alter von 16 bis 25 Jahren hat bereits Erfahrung mit Cyber-Mobbing machen müssen. Nicht nur diese immense Zahl ist erschreckend, auch die Folgen sind es. 46 Prozent der befragten Opfer verletzten sich aufgrund der gemeinen Kommentare selbst, sie durchlebten Essstörungen, suchten Trost in Drogen oder in körperlicher Misshandlung. Das muss aufhören!
In einem bewegenden Video hat RIMMEL Opfer von Cyber-Mobbing zu Wort kommen lassen. Sie schildern ehrlich und mutig, wie es ihnen mit den Netz-Angriffen ergangen ist.

 

 

Wenn du ein Opfer von Cyber-Mobbing bist, dann möchte ich dir raten, dir Hilfe zu suchen. Sprich mit deiner Freundin darüber, erzähle deinen Eltern und Lehrern davon. Du musst das nicht alleine bewältigen! Falls du lieber mit jemanden anderem darüber reden möchtest, dann kannst du dich beispielsweise an die Nummer gegen Kummer wenden. Hier findest du professionelle Hilfe – glaub mir, die Menschen am anderen Ende der Leitung verstehen deinen Kummer und hören dir gerne zu!

Außerdem möchte ich dich bitten, darauf zu achten, was du im Netz schreibst. Wenn du etwas oder jemanden nicht magst, dann ist das okay. Es ist jedoch noch lange kein Grund, verletzend zu werden. Spar dir deine Kommentare lieber auf, bis du etwas Nettes zu sagen hast.

Hast du auch bereits Erfahrung mit Cyber-Mobbing machen müssen? Wenn ja, kannst du uns sagen, wie du dich dabei fühltest? Verrate es direkt hier im Kommentarbereich (gerne auch anonym). Dann noch schnell meinen Newsletter abonnieren, schon kannst du eigene Artikel im Mädels Club veröffentlichen.

Egal, was Cyber-Mobber über dich sagen oder von dir denken, es spielt keine Rolle. Denn du bist großartig und es gibt Menschen, die das wissen!