Panikattacke Symptome: Wir alle kennen das Gefühl von Angst. Wir fürchten uns vor Gefahren, vor Höhe, vor Spinnen (hier!), vor Krankheiten und dem Tod. Doch ein Angstzustand ist nicht das gleiche wie eine Panikattacke.

Panikattacke-Symptome: Das macht die Angst mit dir

Bevor wir zum eigentlichen Thema „Die Panikattacke-Symptome“ kommen, müssen wir erst einmal klären, was Panikattacken überhaupt sind. Eine Panikattacke ist das plötzliche und zeitlich begrenzte Auftreten körperlicher und psychischer Alarmreaktionen. Heißt: Betroffene bekommen wie aus dem Nichts – und ohne „wirklichen“ Grund – massive Angst, auf die sie sowohl körperlich als auch psychisch reagieren. Eigentlich ist es wirklich gut, dass wir Angst empfinden können. Denn sie kann uns vor Gefahren warnen und uns außerdem daran hindern, irgendwas Verrücktes zu tun. Etwas verrücktes wie auf den Rändern von Hochhausdächern zu spazieren. Nur so als Beispiel.
Das Problem bei Panikattacken: Sie entstehen (meist) nicht aufgrund einer realen Gefahrensituation. Doch die empfundene Angst ist natürlich sowas von real. Oft steckt eine lange Geschichte, Erlebnisse in der Vergangenheit oder eine Phobie wie die Agoraphobie (Platzangst) dahinter. Deshalb kann ein gut gemeintes Zureden à la „Stell dich nicht so an, ist doch gar nichts los“ auch nicht helfen. Im Gegenteil.

Wenigstens dauert eine Panikattacke nur begrenzte Zeit an. In der Regel quält dich die Panik für maximal 30 Minuten. Dabei tritt sie in drei unterschiedlichen Phasen auf. Das Anfluten, in der Betroffene spüren, dass die Angst auf sie zurollt. Das Maximun, in der die Panik ihren Höhepunkt erreicht und das Abfluten, wenn die Furcht endlich nachlässt. So unterschiedlich wie die Phasen, so unterschiedlich sind auch die Symptome einer Panikattacke.

Die plötzliche Angst hat Auswirkungen auf dich

Panikattacke-Symptome: Anfluten-Phase

  • Druck oder Enge in der Brust
  • Herzrasen, starkes Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Enge oder Kloß im Hals
  • Hitzewallungen, Kälteschauern, Frösteln
  • Kribbeln der Haut, Kribbeln in den Fingern, Mund oder Lippen
  • Mundtrockenheit

Panikattacke-Symptome: Maximum

  • Zittern oder Beben
  • Bauchschmerzen
  • Taubheitsgefühl in den Fingern, Mund oder Lippen
  • Schweißausbrüche
  • (Starkes) Zittern
  • Atemnot, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle
  • Übelkeit
  • Schwindel, Schwäche oder Benommenheit und das Gefühl jeden Moment in Ohnmacht zu fallen

Panikattacke-Symptome: Das passiert in deinem Kopf

Nicht nur körperliche Symptome gehören zu einer Panikattacke. Auch psychische. Deine Gefühle und Gedanken spielen verrückt, wenn dich die Angst überrollt.
So kann es sogar sein, dass du dir einbildest, Objekte seien unwirklich (Derealisation), oder dass du selbst nicht wirklich hier wärst (Depersonalisierung). Außerdem kann es sein, dass du von einer enormen Angst zu sterben übermannt wirst. Auch die Furcht, die Kontrolle zu verlieren oder völlig durchzudrehen ist üblich bei Panikattacken.

Eine Therapie kann gegen Panikattacken helfen

Natürlich können die Symptome bei Betroffenen unterschiedlich sein und unterschiedlich empfunden werden. Jeder Körper und jeder Geist ist ja auch anders. Wenn ich eine Panikattacke habe, dann wird mir beispielsweise nie schlecht. Ich glaube auch nicht, jeden Moment zu sterben. Aber ich habe bekomme plötzlich keine Luft mehr. Eigentlich habe ich immer eher das Gefühl, mein Brustkorb wäre zugeschnürt und egal wie viel ich atme, es kommt einfach kein Sauerstoff in meinen Lungen an.

Ganz egal, wie echt und begründet die Ursachen für Panikattacken sind: Menschen, die darunter leiden, haben Angst. Und das ist ein furchtbares Gefühl! Wenn auch du unter einer Panikstörung und den Symptomen leidest, dann kann dir eine Behandlung bei einem Therapeuten eine große Hilfe sein. In einer Psychotherapie bekommst du Mittel und Werkzeuge an die Hand, mit denen du deine Angst zügeln und in den Griff bekommen kannst. Falls du Fragen oder Anregungen zum Thema Panikattacke und die Symptome hast, dann schreibe direkt in den Kommentarbereich (gerne auch anonym). Dann noch schnell den Newsletter abonnieren, fertig. 

Übrigens: Das Wort Panik ist auf den griechischen Wald- und Hirtengott Pan zurückzuführen. Der sorgte in der Antike mit seinem plötzlichen Auftauchen angeblich für jede Menge Schrecken.

Ich weiß, dass Angst sehr belastend sein kann. Aber du bist großartig und du bist stark, vergiss das nie!

Alles Liebe,
Isi von Mädelsschnack