Verhaltenstherapie, analytische Psychotherapie, Trauma-Therapie – welche Therapie ist die richtige für dich? Wenn du dich dazu entschließt, dir Hilfe zu suchen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten einer Behandlung. Welche, das erfährst du hier.

Welche Therapie ist die richtige?

Es ist kein Geheimnis: Ich bin großer Fan von Therapien. Meiner Meinung nach kann es jedem helfen und jedem gut tun, hin und wieder mit einem Therapeuten zu sprechen. Ganz egal, ob du tatsächlich unter einer Depression oder beispielsweise Panikattacken leidest oder ob eigentlich alles ganz gut bei dir läuft. Es kann immer helfen, wenn du dich mit dir und deiner Seele auseinandersetzt.
Es gibt nur ein klitzekleines Problemchen, naja zwei. Zum einen, ist es nicht immer einfach, einen guten Therapeuten zu finden. Zum anderen gibt es unterschiedliche Behandlungswege. Klar, dass jemand wie du und ich nicht einfach selbst wissen und entscheiden kann, welche Therapie denn nun die richtige ist.

Deshalb empfiehlt es sich, schon vor dem Erstgespräch mit einem Therapeuten mit dem eigenen Hausarzt zu sprechen. Denn er kennt dich bereits und wenn du dein Anliegen schilderst, hat er vielleicht einen Ratschlag für dich und kann dir sagen, ob du eine Verhaltenstherapie oder doch lieber eine Tiefenpsychologie machen solltest. Was da der Unterschied ist? Das verrate ich dir hier:

Verhaltenstherapie oder doch lieber Tiefenpsychologie? 

Kognitive Verhaltenstherapie
Diese Form der Therapie hilft beispielsweise, wenn du in bestimmen Situationen große Probleme hast. Wenn dich Gespräche mit Vorgesetzten total belasten, wenn du generell mit deinem Selbstbewusstsein Schwierigkeiten hast, du unter einer  Zwangsstörung (OCD) leidest oder wenn du lernen möchtest, alte Muster zu durchbrechen.
Bei der Verhaltenstherapie sieht die Basis im Grunde so aus: Wir können unser Denken und unser Verhalten beeinflussen, steuern und neu erlernen. Das heißt: Wenn du dich mit einem (oder mehreren) Bereichen deines Lebens nicht gut fühlst, kannst du in der Therapie lernen, sie anders zu machen oder anders zu bewerten. Dadurch geht es dir wieder besser, du kannst psychische Störungen und Ängste oder Phobien in den Griff kriegen. Einzige Voraussetzung dafür: Du musst aktiv an dir, deinen Gedanken und deinem Verhalten arbeiten.

Analytische Psychotherapie
Die analytische Psychotherapie befasst sich mit ganz ähnlichen Problemen wie die Verhaltenstherapie. Es geht darum, dass du dich besser fühlst, das Leben meisterst und gestärkt wirst. Allerdings geht es hier auch im Besonderen darum, die Ursachen für bestimmte Handlungen und Gedanken zu verstehen. In einem geschützten Rahmen führst du Gespräche mit dem Therapeuten. Diese können unbewusste Konflikte oder auch verdrängte Erlebnisse aus der Vergangenheit ans Licht holen. In der Langzeittherapie (und das ist eine analytische Psychotherapie eigentlich immer) gehst du den Dingen auf den Grund und versuchst, mit Hilfe von Antworten dein Leben wieder freier genießen zu können.

Welche Therapieformen gibt es?

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Auch diese Therapieform hat viele Gemeinsamkeiten mit den anderen. Im Fokus steht hier aber die Beziehung zwischen Therapeut und Patient. Denn: Es wird davon ausgegangen, dass alle Konflikte, die zwischen diesen beiden Menschen entstehen, auch allgemein im Leben und in Beziehungen zu anderen Menschen und dem Klienten auftreten.

Diese drei Therapieformen werden alle von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Aber es gibt auch noch weitere Behandlungen, die ebenfalls in manchen Fällen von der Krankenkasse übernommen werden. Gibt es in der Vergangenheit beispielsweise ein traumatisches Erlebnis, kann eine Traumatherapie genau das richtige für dich sein. Menschen, die unter heftigen Angststörungen, einer tiefen Depression oder einer bipolaren Störung leiden, brauchen oft auch einen Aufenthalt in einer Klinik, um wieder zu sich selbst und zu einem guten Lebensgefühl zu finden.
Dein Hausarzt oder beispielsweise ein Neurologe können Überweisungen zu Therapeuten ausstellen und dich wie gesagt auch beraten.

Ich weiß, es ist manchmal schwer, sich Hilfe zu suchen. Besonders, wenn einem dieser Prozess auch noch zusätzlich erschwert wird. Aber du schaffst das – und du bist es wert!

Hast du noch Fragen zum Thema „Welche Therapie ist die richtige für mich“? Dann schreibe uns direkt in den Kommentarbereich (gerne auch anonym). Dann noch schnell den Newsletter abonnieren und Mädelsschnack auf Instagram folgen, fertig.

Achte gut auf dich und deine Seele, denn du bist großartig!

Alles Liebe,
Isi von Mädelsschnack