Depressionen und Beziehungen – puh, diese zwei emotionalen Zustände unter einen Hut zu kriegen, kann eine ziemliche Herausforderung sein. Aber es ist nicht unmöglich. Im Gegenteil! Depressionen können durch eine gute, gesunde Beziehung sogar abklingen.

Depressionen & Beziehung: So klappt’s

Depressionen und Beziehungen bringen erst einmal ganz unterschiedliche Gefühle mit sich. Während eine psychische Krankheit mit viel Schmerz, Angst, Trauer und anderen nicht so schönen Dingen einhergeht, bringt eine Liebe (im besten Fall) Freude, Hoffnung und Glück mit sich. Depressionen und Beziehungen haben also nichts gemeinsam. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten wird nämlich klar, dass Depressionen und Beziehungen nicht voneinander zu trennen sind. Denn wenn du dein Herz für jemanden öffnest, dann machst du dich angreifbar, verletzbar – Futter für deine psychische Erkrankung! Deshalb ist es wichtig, dass du deinem Freund oder deiner Freundin von deinen Problemen erzählt. Wenn sie wissen, womit du zu kämpfen hast, können sie dir helfen, dich unterstützen und gemeinsam mit dir daran arbeiten, dass Depressionen und Beziehung ein ganz wunderbares Duo ergeben!

Sprich offen über deine Probleme

Wer unter einer psychischen Erkrankung leidet, seien es Depressionen, eine Bipolare Störung, Panikattacken oder sonstiges, der weiß, dass Beziehungen manchmal darunter leiden. Ganz egal, ob es sich um eine Liebesbeziehung, die zu Freunden oder innerhalb der Familie handelt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es deshalb wichtig, ehrlich über meine eigene Seelenwelt zu sprechen. Nur wenn ich mich geöffnet habe, gelang es anderen, mich zu verstehen. Aber ich bin ganz ehrlich: Ich hatte jedes Mal echt Schiss davor, mich emotional so nackig zu machen. Wenn du mit deinem Partner oder deiner Partnerin über deine Depressionen sprechen möchtest, gibt es ein paar Tipps, die dir das Gespräch erleichtern.

Depression und Beziehung: So sprichst du das Thema an

Warte den richtigen Zeitpunkt ab
Depressionen und Beziehungen erfordern Offenheit und Ehrlichkeit – aber erst, wenn du so weit bist. Es kostet Mut, über seine eigenen inneren Dämonen zu sprechen. Deshalb lass dir so viel Zeit, wie du brauchst. Warte, bis du Vertrauen zu deinem Partner oder deiner Partnerin aufgebaut hast und sprich das Thema an, wenn du dich in der Beziehung sicher fühlst.

Verschönere das Thema nicht
Zugegeben: Ich bin gut darin, so das ein oder andere herunterzuspielen. Meine Gefühle zum Beispiel. Aber das hilft niemandem. Wenn du dich entschließt, deine Depressionen in der Beziehung anzusprechen, dann hau die volle Wahrheit raus. Erzähl von deinen Symptomen, berichte davon, wie dich die Krankheit im Alltag beeinflusst und auch, welche Faktoren von außen deine Depressionen beeinflussen. Diese Ehrlichkeit kann die Bindung zwischen dir und deinem Liebsten, deiner Liebsten, stärken. Außerdem erhält er oder sie so die Möglichkeit, dich zu unterstützen.

Sei offen für Hilfe

Lass ihn oder sie wissen, was dir hilft
Darin bin ich im Übrigen wiederum nicht sehr gut – mir helfen zu lassen. Dabei ist es ein so schönes Gefühl, unterstützt zu werden. Und zwar nicht nur für denjenigen, der Hilfe braucht. Auch der, der helfen darf, kann daraus etwas Positives ziehen. Deshalb mache Ideen und Vorschläge, wie dein Freund oder deine Freundin dir helfen kann, die Depressionen und Beziehung miteinander zu vereinbaren.

Überprüfe deine Erwartungen
Manchmal – ich mag es kaum zugeben – werde ich ganz wütend, wenn mein Freund mich nicht versteht. Wenn er nicht so reagiert, wie ich es mir erhofft habe oder es in der bestimmten Situation bräuchte. Aber das ist ziemlich ungerecht. Denn wer bisher selbst keine Erfahrungen mit Depressionen und ähnlichen Erkrankungen gemacht hat, kann doch überhaupt nicht wissen, was zu tun ist. Deshalb überprüfe deine Erwartungen und checke, ob sie überhaupt zu erfüllen sind. Auch hier gilt: Je offener du über deine Gedanken und Gefühle sprichst, umso eher kann dein Gegenüber das Richtige tun.

Steh zu dir und deinen inneren Kämpfen

Involviere deinen Freund oder deine Freundin
Auf dem Weg durch eine psychische Krankheit fühlt man sich oft schrecklich alleine. Deshalb lasse einen Weggefährten zu. Involviere deinen Freund oder deine Freundin in deinen Heilungsprozess. Berichte, was du gegen die Krankheit unternimmst, ob du zur Therapie gehst oder Medikamente nimmst.

 

Weißt du, wenn Depressionen und Beziehung aufeinander treffen, dann zählt eigentlich nur eines: dass du dich gut und sicher fühlst und dass du du selbst sein kannst – mit allen Herausforderungen, die dazu gehören.

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Hab den Mut, zu dir zu stehen – denn du bist großartig!

Alles Liebe,
Isi von Mädelsschnack