Bevor ich angefangen habe, diesen Artikel zu schreiben, habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich irgendwann einmal einem Gruppenzwang erlegen war. Ich glaube zwar, dass fast jeder in seinem Leben mindestens einmal etwas einfach nur deshalb tut, weil es die anderen tun, aber im Großen und Ganzen war ich nie ein „Opfer“ von Gruppenzwang.

Aber nicht etwa, weil ich immer total selbstbewusst war und stets meine eigene Meinung gegen etliche Gegner vertreten habe, sondern einfach nur, weil meine Bedürfnisse eh meistens denen der Gruppe entsprachen.

Gruppenzwang bedeutet im Grunde, dass ein Einzelner sein individuelles Verhalten aufgibt und sein Handeln stattdessen dem der Gruppe anpasst. Ein Beispiel: Weil alle im Freundeskreis rauchen, fängt man auch damit an. Nicht, weil man seine Lungen wirklich total gerne mit stinkendem Zigaretten-Qualm füllen möchte, sondern einfach nur, weil die anderen es auch machen.

Ich bin nicht stolz darauf, aber wie gesagt, ich wollte als Jugendliche eh rauchen und Alkohol trinken, deshalb musste ich mich in diesen Punkten nie dem Druck einer Gruppe beugen.

Gruppenzwang: Soll ich oder                  soll ich nicht?

Trotzdem kann ich gut verstehen, warum man manchmal Dinge tut, die man eigentlich gar nicht tun möchte. Immerhin hat doch jeder den Wunsch, irgendwo dazuzugehören, in einer Gemeinschaft zu sein. Außerdem: Wer möchte schon das Gefühl haben, ein Spielverderber zu sein, weil man sich an bestimmen Gruppenaktionen nicht beteiligt?

Hinzu kommt, dass die eigenen Freunde manchmal behaupten, man wäre eben genau das, ein Spielverderber, nur weil man zu manchen Sachen ‚Nein’ sagt.

Mädels, das ist totaler Quatsch! Es ist echt stark, in einer Gruppe ‚Nein’ zu sagen. Es erfordert wirklich viel Mut und Selbstbewusstsein, um sich anderen entgegenzustellen.

Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte. Meine Freundin war super darin. Sie ist die einzige in meiner alten Clique, die nie an einem Joint gezogen hat und die einzige, die nie dem Gruppenzwang Zigaretten zu rauchen nachgegeben hat. Davor ziehe ich echt meinen Hut!

Entscheide, was du tun möchtest            & was nicht

Ganz manchmal kann Gruppenzwang aber auch etwas Gutes haben. So traut man sich in der Gesellschaft seiner Freunde manchmal Dinge zu, die man alleine nie gewagt hätte. Zum Beispiel gemeinsam in eine Theater-AG einzutreten oder eine neue Sportart auszuprobieren.

Am wichtigsten ist, dass ihr immer schaut, dass ihr euch gut fühlt. Ihr alleine müsst euch mit euren Entscheidungen wohlfühlen, nicht eure Freunde. Traut euch auch mal ‚Nein’ zu sagen, vielleicht stellt ihr dann sogar fest, dass es in eurer Gruppe noch andere gibt, die genauso denken wie ihr…

Wie ihr über Gruppenzwang denkt, könnt ihr mir auch im Kommentarbereich verraten. Vielleicht könnt ihr uns auch berichten, wann sich Gruppenzwang positiv auf euch und euer Leben ausgewirkt hat. Tragt euch außerdem für den Newsletter ein. Und, Mädels: Ihr seid großartig!