Natürlich schön: Vegane Kosmetik

Du möchtest wissen, was genau vegane Kosmetik ist und wie du sie erkennen kannst? Dann bist du hier sowas von richtig!

Ich dachte eigentlich, dass ich ganz genau weiß, was vegane Kosmetik ist. Aber offensichtlich ist das nicht so (gewesen). Denn bei der Recherche zu diesem Beitrag habe ich gemerkt, dass ich mit einigen Annahmen falsch lag. Ein – und vielleicht das wichtigste – Beispiel: Vegane Kosmetik ist nicht zwingend frei von Tierversuchen. Aber was genau zeichnet vegane Kosmetik dann aus? Ich verrate es dir. Aber zunächst einmal:

Was bedeutet vegan?

Viele von uns führen vielleicht schon ein veganes Leben. Das heißt: der komplette Verzicht auf tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Milch und Eier. Veganer verzichten oft auch in allen anderen Lebensbereichen auf tierische Produkte und tragen beispielsweise kein Leder. Das bedeutet: Veganismus ist quasi noch eine Steigerung des Vegetarismus, bei dem Menschen auf Fleisch als Nahrung verzichten.

Was zeichnet vegane Kosmetik aus?

Der Verzicht auf tierische Produkte kommt auch in veganer Kosmetik zum Tragen. Denn Schminke und Co. enthalten keinerlei Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert wurden. Vielleicht fragst du dich jetzt, welche tierischen Produkte damit denn überhaupt gemeint sein könnten. Ganz einfach: beispielsweise Honig oder Bienenwachs. Zudem gibt es Inhaltsstoffe wie Keratin, von denen die wenigstens wissen, was eigentlich dahinter steckt. Ich sag’s dir: Keratin besteht aus gemahlenen Tierhufen. Weiter Beispiele gefällig? Kollagen kann aus Fisch- oder Schweinehaut bestehen und Glykogen wird aus den Muskeln toter Tiere gewonnen. Nicht gerade schön die Vorstellung, ich weiß. Doch wie gesagt, alle als vegan gekennzeichneten Kosmetika sind frei von diesen und ähnlichen Inhaltsstoffen.

Aber: Das Vegan-Siegel bedeutet nicht automatisch, dass keine Tierversuche für die Mascara und Co. eingesetzt wurden. Zwar sind diese seit 2013 in der EU verboten, doch wenn ein Kosmetikunternehmen eine andere Firma im Ausland, beispielsweise in China, beauftragt, um zusätzliche Tests zu machen, dann können dort eben diese doch an Tieren durchgeführt werden.

Gibt es tierversuchsfreie Kosmetik

Ja, die gibt es. Aber es ist sehr schwer nachvollziehbar, auf welche Kosmetika das wirklich zutrifft. Denn wie gesagt: es gibt keine Richtlinien, die Tierversuche im kompletten Prozess ausschließen. Ein Beispiel: Vielleicht wird bei der Entwicklung der veganen Kosmetik ohne Tierversuche gearbeitet, aber vielleicht wurden welche eingesetzt, als bestimmte Inhaltsstoffe getestet wurden. Ich weiß, ganz schön kompliziert. Es wäre auf jeden Fall schöner, wenn es uns einfacher gemacht wird, wirklich rundum vegane Komsetik zu erkennen. Immerhin ist der Veganismus nicht einfach nur ein Trend, sondern eine bewusste Lebenseinstellung.

Woran erkenne ich vegane Kosmetik?

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Weil die meisten von uns keine Inhaltsstoff-Profis sind, nützt es oft nichts, die Verpackungsbeilage zu studieren. Denn was dort steht, verstehen die wenigsten. Aber es gibt beispielsweise Siegel, die vegane Kosmetik auszeichnen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Vegan-Blume. Das Siegel der „UK Vegan Society“ wird nur an vegane Kosmetik vergeben, die keine tierischen Substanzen enthalten und in denen nur pflanzliche, nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz kommen. Außerdem garantiert das Siegel, dass bei der Herstellung der Produkte keine Tierversuche durchgeführt wurden – in keinem Produktionsschritt. Beispielsweise die Marke „Laverne“ trägt die Vegan-Blume auf seiner Kosmetik. Diese und weiter Marken veganer Kosmetik sind in der Shop-Apotheke zu finden. 

Ist Naturkosmetik immer vegan?

Noch ein Irrtum, der oft im Zusammenhang mit veganer Kosmetik auftritt: Naturkosmetik ist nicht zwingend vegan. So kommt oft beispielsweise Bienenwachs in Naturkosmetik vor. Verboten ist allerdings der Einsatz von Stoffen wie Collagen, tierische Fette oder tierische Frischzellen.

Und anders herum: Ist vegane Kosmetik immer natürlich? Auch hier: nein. Oft werden tierische Rohstoffe durch synthetische Alternativen ersetzt. Dennoch gibt es natürlich Marken, die beide Merkmale miteinander verbinden.

Ich würde mir wünschen, dass wir gar nicht mehr groß überlegen müssen, welche Kosmetik vegan ist und welche nicht. Einfach, weil nur noch vegane zugelassen wird. Dabei lehne ich mich sehr weit aus dem Fenster, denn ich selbst benutze auch Produkte, die nicht dem Vegan-Siegel entsprechen. Dennoch finde ich es wichtig, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn wenn wir uns schon etwas Tierisches auf die Haut geben, dann sollten wir uns dessen wenigstens bewusst sein. Oder wir kaufen uns einfach vegane Kosmetik!

Übrigens: Du bist wunderschön und großartig!

Alles Liebe,
Isi von Mädelsschnack 

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