Angst vor dem Versagen, davor, verletzt zu werden, Angst vor Krankheiten, vor dem Tod, vor dem Leben – das Gefühl von Furcht kann uns immer und überall überfallen. Während Angst in manchen Situationen angebracht ist und dich beispielsweise davor bewahren kann, lebensgefährliche Dummheiten zu machen wie auf einem Baukran rumzuklettern, kann das unsichtbare Biest auch ziemlich überzogen reagieren. Für manche von uns spielt die Angst im Alltag eine viel zu wichtige Rolle, bei einigen endet sie sogar in kraftkostenden Panik-Attacken.

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Kennst du das Gefühl von Angst? Ich schon. Ich habe zum Beispiel immer Angst, wenn alles gerade so richtig gut läuft. Sobald ich mich glücklich und angekommen fühle, kriege ich Panik. Einfach, weil ich davon ausgehe, dass bald etwas Schreckliches passiert. Ich kann dir sagen: diese Furcht ist echt blöd und echt unsinnig. Denn sie ruiniert mir des Öfteren schöne Erlebnisse und Erfolge.

Weil ich mich aber bewusst mit meinen Ängsten auseinander setze, sind sie inzwischen kleiner geworden. Dazu musste ich aber erst einmal verstehen, warum ich Angst habe und was genau Angst überhaupt ist. Es ist nämlich nicht immer einfach, Angst zu erkennen und sie von Stress oder Panik zu unterscheiden.

Warum habe ich immer Angst?

Also, was genau ist Angst
Im Grunde kann Angst sehr hilfreich sein. Denn sie ist ein Urinstinkt, der uns vor Gefahren schützt und auf Herausforderungen vorbereitet. Sie ist eine Reaktion unseres Nervenssystems auf unsere Umgebung, auf das, was wir wahrnehmen und dabei als bedrohlich empfinden.
Nur wenn wir die Furcht in einem unnatürlichen Übermaß fühlen, ist sie nicht mehr hilfreich, sondern hinderlich für unser alltägliches Leben.

Wie unterscheidet sich Angst von Stress
Stress und Angst können sich oft gleich anfühlen, denn beides kann die gleichen körperlichen Reaktionen wie beispielsweise Schlaflosigkeit und Erschöpfung hervorrufen. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Angst ist die Reaktion auf potenzielle Gefahren. Dabei ist ganz egal, ob diese Gefahren eingebildet sind oder nicht. Stress hingegen entsteht durch eine wirkliche Überforderung unseres Geistes oder Körpers. Trotz der Unterschiede sind Stress und Angst eng miteinander verbunden. Denn das eine kann immer auch Symptom des anderen sein.

Welche Angststörungen gibt es
Viele! Denn die Ängste von uns Menschen sind vielfältig. Manche Ängste kennen wir alle in mehr oder weniger großem Ausmaß. Zum Beispiel die Furcht vor dem Sterben oder vor Krankheiten. Bestimmt hatten die meisten von uns auch schon einmal Angst vor Enttäuschungen oder davor, verletzt zu werden.
Wenn sich die Angst zu einer Störung entwickelt, kann sie zum echten Problem werden. So kann eine Phobie dich extrem einschränken. Sie kann dich davon abhalten, dich frei in der Welt zu bewegen, weil du vielleicht Angst vor Keimen hast. Oder sie sorgt dafür, dass du dich von Menschen abkapselst, weil du dich vor sozialen Kontakten fürchtest. Panik-Attacken und Zwangsstörungen sind oft die Konsequenz von Ängsten. Sie zu überwinden kostet meist viel Kraft und Arbeit, doch es ist möglich!

Sind Angststörungen vererbbar?
Ich kann dir keine genauen Zahlen nenne, aber ja, Angst scheint vererbbar zu sein. Angststörungen gehören weltweit zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen – und sie treten besonders bei Menschen auf, deren Angehörigen ersten Grades (also beispielsweise die Mutter oder der Vater) ebenfalls unter extremer Furcht leiden. Wissenschaftler haben zudem ein Angst-Gen entdeckt, das vererbt werden kann.


Wie äußert sich Angst
Das Herz schlägt schneller, du bekommst keine Luft mehr und deine Hände werden feucht – bei starker Furcht und besonders bei Panikattacken sind die körperlichen Symptome deutlich spürbar. Wenn wir uns in einer Angst-Situation befinden, die unseren Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet, werden zudem Hormone wie Adrenalin und Cortisol im Körper freigesetzt. Außerdem können wir keinen klaren Gedanken mehr fassen, beziehungsweise unser Denken beschränkt sich allein auf mögliche Rettungswege aus der Angst-Situation.

Was hilft gegen Angst
Auch wenn du dich hilflos fühlst, du bist es nicht! Du kannst deine Angst in die Hand nehmen und etwas gegen sie unternehmen. Therapeuten sind darauf geschult, bei Angst- und Zwangsstörungen zu helfen. Besonders dann, wenn deine Furcht dich einschränkt und verhindert, dass du ein glückliches Leben fühlst, solltest du unbedingt darüber nachdenken, dir psychologische Hilfe zu suchen.
Aber auch du selbst kannst einiges gegen deine Ängste unternehmen: Versuche es beispielsweise mit Meditation. Sie hilft dir dabei, zu entspannen und in Stresssituationen die Ruhe zu bewahren. Auch Sport, Massagen oder andere Dinge, die dir gut tun sind ebenfalls wunderbare Angst-Gegenmittel.
Außerdem ist es wichtig, dass du dich mit deiner Furcht auseinandersetzt. Schaue dir an, wovor du Angst hast, warum und ob es angebracht ist. Ein bewusster Umgang hilft dabei, die Kontrolle zurückzugewinnen.

 

Gibt es etwas, das dir Angst macht? Oder hast du gute Tipps für uns, wie wir die Panik bewältigen können? Dann verrate es direkt hier im Kommentarbereich (gerne auch anonym). Dann noch schnell meinen Newsletter abonnieren, schon kannst du eigene Artikel im Mädels Club veröffentlichen.

Angst ist nicht immer so verkehrt. Lerne deine Ängste kennen und lerne, mit ihnen umzugehen. PS: Du bist großartig!